Das Gesundarium, wie alles begann…

Marcel und Franziska Schottkowski

Im Jahr 2009 standen Franziska und ich eines morgens im „alten“ Studio in der Florinskaul und sprangen ins kalte Wasser! Warum ins kalte Wasser wirst Du dich gerade fragen?
Die Jahre zuvor haben wir in Berlin Pläne geschmiedet, um ein kleines Personal Training Studio mit Physiotherapie aufzubauen. Kaum waren wir wieder in unserem Koblenz, schon kam von unserem Steuerberater eine Info, dass ein Nachfolger für die Übernahme eines Fitnessclubs gesucht wird. Wir haben damals gar nicht überlegt…
Nach einem Feiertag am 5. Februar 2009 durften wir unsere ersten, meist total verwunderten Mitglieder willkommen heißen. Mit nur 80 haben wir die Unternehmung gestartet. Heute haben wir ein Unternehmen mit über 2000 Kunden, bestehend aus Patienten, Mitgliedern, Rehasportlern und Trainingsgästen aufgebaut, welches für viele Menschen die Lösung zur Erreichung für gesundheitliche Ziele in unserer Region geworden ist.

Die vergangenen 10 Jahre waren sehr kräftezehrend. Arbeitswochen mit bis zu 80 Stunden waren die Norm. Diese Zeit war extrem prägend für uns. Wir haben uns in unserer Persönlichkeit weiterentwickelt und erlebt, was alles möglich ist, wenn Du nur an Dich glaubst. Viele Herausforderungen haben wir meistern, viele Höhen, einige Tiefe miterleben dürfen. Das Leben, auch unternehmerisch, zeigte uns seine eigenen und oft nicht vorhersehbaren Regeln auf. Genau das ist es, was wir unseren Gästen weitergeben möchten: Du kannst alles erreichen, solange Du nur an Dich glaubst.

Vor allem ist es das Gefühl der Dankbarkeit, welches uns erfüllt, wenn wir auf diese 10 intensive Jahre zurückschauen. Dankbar dafür, das tun zu können, was wir uns immer erträumt hatten. Dankbar für viele Begegnungen mit Menschen und vor allem dankbar, für einige, sehr wichtige Personen, mit denen wir diesen Weg eine längere Zeit gehen durften, die heute nicht mehr dabei sind. Danken möchten wir an dieser Stelle auch unseren Familien, ohne die eine solch große Unternehmung, nicht hätte realisiert werden können.

Wie Franziska und ich überraschend zum Gesundarium
gekommen sind, haben wir ja bereits vorne kurz geschildert. Hier wollen wir Dir jetzt erzählen wie genau alles begann:
Meine Ausbildung habe ich an der Europäischen Sportakademie des Landes Brandenburg absolviert und auf unseren Reisen nach Hause sind wir immer an Jena vorbeigefahren. An der Autobahnstrecke steht ein Hinweisschild zum Planetarium in Jena. So beim Vorbeifahren ist also der Name, „GESUNDARIUM“, Deines jetzigen Zentrums für Prävention, Reha und Fitness entstanden. Über die Karnevalstage war das „alte“ Studio geschlossen und dann am ersten Tag nach Karneval standen Franziska und ich in unserem Traum. Die Räumlichkeiten waren alles andere als ein Traum, Schimmel, defekte Decken, Wasserüberschwemm-ungen, demolierte Geräte, kurz gesagt eine richtige Bruchbude. Mindestens einmal täglich sind die Sicherungen rausgesprung-en und das gesamte Studio hatte kein Licht mehr, geschweige denn Musik in dem gerade laufenden Kurs.

Stetig haben wir an den „Schwächen“ des Gesundarium-Gebäudes und unserem Angebot gearbeitet. Und unsere ersten Kunden nahmen das Angebot dankend an. Drei Monate nach Eröffnung haben wir dann auch mit unserem ersten Umbau begonnen und wenig später unsere eigene Praxis für Physio-therapie eröffnet. Wir hatten fortan also zwei Standbeine: Den Club und die Praxis.

Nach einigen Monaten haben wir meinen Kumpel David für uns gewinnen können. Er hat immer wieder einen Wochenend-dienst für uns übernommen, was für Franziska und mich die ersten Tage Freizeit bedeutete. Später folgten dann Rico und in der Praxis unsere erste Mitarbeiterin Elli. Aus einem 2 Mann Unternehmen wuchs langsam ein „richtiges“ Unternehmen.
Nach zwei Jahren waren wir im alten Gebäude an unserer Kapazitätsgrenze angekommen. Der damalige Vermieter bot uns an, einen Durchbruch zu den weiter hinten gelegenen
Räumlichkeiten durchzuführen. Also hatten wir in ein paar Wochen unsere Trainingsfläche erweitert und wieder Platz für mehr Gesundarier. Die Anzahl unserer Kunden stieg exponentiell an und schon nach einigen Monaten kamen wir wieder an unsere Kapazitätsgrenzen. Eine Entscheidung musste her: Bleiben wir so „klein“ wie wir waren, in einem alten durchgerockten Gebäude oder expandieren wir?

Die einzig richtige Entscheidung war schnell gefallen. Wir hatten uns ein Grundstück in der Gebrüder-Pauken-Straße gesichert und unsere Planungen zu unserem „eigenen“ Gebäude liefen auf Hochtouren. Durch die professionelle Planung und Umsetzung des Gebäudes durch die APS Baugesellschaft in Vallendar war nach dem Spatenstich unser Gebäude innerhalb von nur 10 Monaten errichtet.
Der Umzug stand dann im Oktober 2014 an. Wie viele Kilos wir da bewegt haben, weiß ich heute nicht mehr genau, es müssen jedoch tausende gewesen sein. So war es dann im November 2014 so weit, wir eröffneten das neue Gesundarium 2.0.

Im Dezember fand die offizielle Eröffnungsfeier statt, welche bis heute in den Büchern der legendären Partynächte stehen dürfte. Ich kann mich noch gut erinnern, dass mich am Morgen nach der Party Demut überkam, dass ich bei der Ansprache an unser Team kurz vor Türöffnung kein Wort herausbekam. Unser Team wusste dennoch was ich sagen wollte. Nach anfänglichen Schwierigkeiten im neuen Gebäude, Veränder-ungen für Mitarbeiter und Kunden, sowie für uns, fühlten wir uns schnell heimisch und konnten nun endlich unsere Ideen auch so umsetzen, wie wir es uns immer gewünscht hatten.
In den darauffolgenden Jahren haben wir immer weiter an der Struktur des Unternehmens gearbeitet und wir als Führung eines Teams, mussten auch in die neue Situation reinwachsen. Es war schon ein riesen Unterschied zu unserem Beginn im Jahr 2009. Mit 4 Freunden eine Unternehmung durchzuziehen
und auf der anderen Seite heute ein Team von Menschen zu
führen, die alle ihre individuellen Eigenschaften, Stärken sowie Schwächen mitbringen, mit dem Ziel uns zu einem homogenen Haufen zu formen.
Im Laufe der Zeit mussten wir viele Entscheidungen treffen, viele Wege haben sich irgendwann getrennt, vielleicht später wieder gekreuzt. Einige existentielle Einschläge durften wir meistern und das raue unternehmerische Leben kennenlernen. Was wir damals sowie heute immer versuchen, ist menschlich zu bleiben, was uns immer wieder Kraft und Antrieb für neue Chancen gab.

Rückblickend können wir sagen, dass wir für alle Begegnungen und Ereignisse sehr dankbar sind, denn an den gesammelten Erfahrungen konnten wir wachsen und zu denen werden, die wir heute sind!

Wir bedanken uns rechtherzlich bei allen Unterstützern und Partnern, Mitarbeitern, ehemaligen Mitarbeitern und allen Wegbegleitern in den letzten 10 Jahren!

Franziska & Marcel